Corona: Mit diesen sieben Maßnahmen will Jens Spahn der Pflege helfen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat neue Sonderregeln für Pflegeheime verkündet – dies solle die Pflege nachhaltig entlasten. „Denn sie sind diejenigen auf die wir uns alle verlassen, wenn es darum geht, Ältere oder Kranke zu versorgen“, sagte Spahn. Mit Pflegekassen und Pflegeverbänden sei ein Maßnahmenpaket vereinbart worden.

Die sieben Maßnahmen im Detail:

  1. Der Pflege-TÜV wird bis Ende September ausgesetzt
  2. Die Mitarbeiter des MDK werden Pflegebedürftige aktuell nicht körperlich untersuchen
  3. Mitarbeiter des MDK könnten in Pflegeinrichtungen und Krankenhäusern unterstützen – aktuell arbeiten zirka 4000 Pflegekräfte und 2000 Ärzte bei den Medizinischen Diensten. Sollten Mitarbeiter in der Pflege unterstützen – eine Aufwandsentschädigung ist nicht vorgesehen
  4. Pflegedienste würden aktuell Pflegegeldbezieher nicht mehr routinemäßig besuchen – Beratung solle weiterhin beispielsweise via Telefon stattfinden
  5. Pflegeheime MÜSSEN Probleme durch Infektionen von Mitarbeitern oder Bewohnern den Pflegekassen melden
  6. Der vereinbarte Personalschlüssel wird ausgesetzt – die Vergütung für die Heime wird dennoch nicht gekürzt – auch die länderspezifischen Regelungen sollen angepasst werden
  7. Pflegebedürftigen sollen keine zusätzlichen Kosten durch Corona entstehen

Schutzausrüstung für die Pflege wird zentral beschafft

Darüber hinaus erläuterte Spahn, dass Schutzausrüstung zentral beschafft würde und die Verteilung den Ländern obliege. „Beim Kampf gegen das Coronavirus sind die Pflegekräfte eine der tragenden Säulen unseres Gesundheitswesens“, sagte Spahn.

Foto: © BMG

 

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